Was passiert eigentlich den ganzen Tag bei einer Ayurvedakur?

AYURVEDA


Wenn ich in Kerala zur Ayurvedakur bin, beginnt mein Tag früh. Morgens steht Yoga auf dem Programm. Manchmal bleibt vorher noch Zeit, ans Meer zu gehen und die Morgenstimmung zu genießen. Diese Momente gehören für mich zum Ankommen dazu.

Bei meiner ersten Kur wusste ich nicht, was mich erwartet. Ich hatte viele Fragen im Kopf, und eine davon war ganz einfach: Wie sieht so ein Tag eigentlich aus? Deshalb nehme ich dich heute mit durch meinen Tagesablauf, so wie ich ihn in Kerala erlebe. Am Ende zeige ich dir außerdem, was ich für so eine Kur einpacke und worauf ich bei der Planung achte.

Werbung / Affiliate-Links: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Wenn du über einen solchen Link buchst oder kaufst, bekomme ich eine kleine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.

Mit Yoga in den Tag starten

Für Yoga stehe ich früh auf. So beginnt der Tag schon mit etwas, für das ich mir bewusst Zeit nehme. Zu Hause rutscht das morgens oft hinten runter, weil andere Dinge dringender wirken. In Kerala hat es einen festen Platz, und das tut mir gut.

Wenn ich vorher noch ans Meer gehe, ist es nur ein kurzer Besuch. Ein bisschen schauen, die Atmosphäre aufnehmen und den Morgen genießen, bevor es weitergeht. Diese Minuten sind nicht geplant, und vielleicht mag ich sie deshalb so gern. Sie gehören zu den Dingen, die sich nicht in einen Stundenplan pressen lassen.

Nach dem Yoga ist der Ablauf nicht jeden Tag gleich. Manchmal habe ich bereits eine kurze Behandlung. An anderen Tagen bleibt Zeit für einen kleinen Spaziergang, bis es zum Frühstück geht.

Meine Behandlungen sind auf mich abgestimmt

Im Laufe des Tages steht meine längere Anwendung an. Welche Behandlung ich bekomme, wird auf meine Doshas und meine gesundheitliche Situation abgestimmt. Was es mit den Doshas auf sich hat, habe ich in meinem letzten Beitrag erklärt.

Ich beschreibe hier also meinen persönlichen Tagesablauf. Die Anwendungen gehören zu meiner individuellen Behandlung und können bei anderen Menschen anders aussehen. Auch dort, wo ich schon viele Kuren erlebt habe, sieht eine Behandlung nie ganz gleich aus, weil sie sich nach dem richtet, was gerade bei mir im Vordergrund steht.

Einige Dinge geben dem Tag einen Rahmen, dazwischen bleibt Raum.

Auch deshalb lässt sich eine Ayurvedakur für mich nicht auf einen festen Stundenplan reduzieren. Es gibt Fixpunkte, an denen ich mich orientiere. Wie sich der Tag dazwischen anfühlt, hängt davon ab, wie ich mich gerade fühle, wie die Behandlung verläuft und wie viel Ruhe ich brauche.

Nach einer Anwendung darf ich ruhen, ohne schon wieder auf die Uhr zu schauen. Das ist für mich eine der größten Veränderungen gegenüber meinem Alltag, in dem fast immer der nächste Termin wartet.

Am Nachmittag darf es ruhiger werden

Nachmittags entspanne ich mich. Manchmal unternehme ich auch etwas in der Gegend.

Ich verbringe also nicht den ganzen Tag mit Anwendungen. Zur Kur gehören für mich ebenso die Stunden dazwischen: ein Spaziergang, Zeit am Meer oder einfach ein ruhiger Nachmittag. Gerade diese Zeit ist mir anfangs schwergefallen, weil ich es gewohnt war, immer etwas zu tun. Inzwischen weiß ich, dass sie dazugehört und dass ich sie mir nicht erst verdienen muss.

Der Rhythmus meiner Tage in Kerala

Früh aufstehen, Yoga, Frühstück und die auf mich abgestimmten Behandlungen bestimmen meinen Tag. Dazu kommen die kleinen Momente, die sich nicht planen lassen, etwa wenn morgens noch Zeit für das Meer bleibt.

So sehen meine Tage während einer Ayurvedakur in Kerala aus. Nicht jeder Tag verläuft gleich, aber dieser Rahmen begleitet mich durch meinen Aufenthalt. Ich kann ihn zu Hause nicht eins zu eins nachbauen. Aber er erinnert mich daran, wie gut mir feste Zeiten und bewusste Pausen tun.

Was ich für so einen Tag einpacke

Nach vielen Kuren habe ich eine feste Packliste, und der wichtigste Punkt ist die Kleidung. Ich nehme bequeme Sachen aus Naturmaterialien wie Baumwolle oder Viskose mit, auch für das Yoga. Meine schicke Garderobe bleibt zu Hause, weil die Öle die Kleidung verschmutzen. Du brauchst dort keine Outfits, sondern Kleidung, in der du dich wohlfühlst und die schmutzig werden darf.

Dazu kommen Badesachen, denn das Meer ist oft nicht weit, und ein Mückenschutz. Gerade abends bin ich froh, wenn ich ihn griffbereit habe. Für den Fall, dass trotzdem einmal ein Stich passiert, habe ich einen Insektenstichheiler in der Reiseapotheke. Und ich packe kleine Mitbringsel für die Angestellten im Hotel ein. Sie freuen sich immer über Kleinigkeiten, und es ist eine schöne Geste für die Menschen, die sich während der Kur um dich kümmern.

Damit im Koffer alles seinen Platz hat, nutze ich Packwürfel. So finde ich auch nach der Ankunft schnell, was ich suche.

Ankommen: Der erste Tag sieht anders aus

Der Tagesablauf, den ich oben beschrieben habe, gilt nicht für den ersten Tag. Die Flüge kommen meistens nachts an, und durch die Zeitverschiebung und den Jetlag ist der erste Tag anstrengend. Bei mir ist es jedes Mal so, dass der Körper schon da ist und die Seele noch auf der Reise.

Schön ist, dass es bei den meisten Hotels schon am ersten Tag eine wunderbare Massage zum Entspannen gibt. Das hilft mir, richtig anzukommen. Mein Tipp: Plane den Tag nicht voll und lass dir Zeit. Für den langen Flug können ein Reisekissen, eine Schlafmaske oder eine Fußstütze eine kleine Hilfe sein, damit du so entspannt wie möglich ankommst.

Wie lange und wo? Meine Erfahrungen bei der Planung

Meine erste Kur dauerte zwei Wochen, später habe ich auf drei Wochen gesteigert. Ein Ayurveda-Arzt hat mir einmal gesagt, dass 18 Tage optimal seien. Für mich ist das eine Orientierung, und welche Dauer zu dir passt, besprichst du am besten bei der Planung.

Mir ist die Lage am Meer wichtig. Ich habe kleinere und größere Resorts ausprobiert und bevorzuge die kleineren. Sie wirken auf mich persönlicher, ich brauche keinen Luxus und möchte mich auf mich konzentrieren. Ich habe auch gehört, dass es sehr gute Häuser im Landesinneren geben soll, dort war ich selbst aber noch nicht.

Wenn du zum ersten Mal reist, hilft dir ein Ayurveda-Reiseveranstalter bei der Auswahl des Hauses sehr. Dort wirst du gut beraten. Bei FIT Reisen kannst du dir einen ersten Überblick verschaffen. Weitere Anbieter, die ich dir nennen kann, sind Neue Wege, Aytour und Lotus Travel.

Die erste Konsultation: Was ich mitbringe

Bevor die Behandlungen beginnen, gibt es eine ausführliche Konsultation beim Ayurveda-Arzt. Mich hat bei der ersten Konsultation überrascht, wie er meine Konstitution über die Pulsdiagnostik, einen Blick auf die Zunge und in die Augen festgestellt hat.

Mein Tipp: Nimm ärztliche Berichte und relevante Laborbefunde mit. So versteht der Ayurveda-Arzt deine Krankengeschichte besser, und die Behandlung kann besser auf dich abgestimmt werden.

Mein Vorbereitungsguide für dich

Alles, was ich bei meiner ersten Kur gern vorher gewusst hätte, habe ich in einem 11-seitigen PDF zusammengefasst: „Meine erste Ayurvedakur in Kerala: Der Vorbereitungsguide“ für 4,99 €.

Zum Vorbereitungsguide
Dieser Beitrag beschreibt meine persönlichen Erfahrungen. Er ist keine medizinische Beratung und keine Empfehlung für bestimmte Behandlungen. Er enthält Affiliate-Links (Werbung).

Als Nächstes erzähle ich dir von einer Anwendung, die ich besonders mag: dem Stirnguss.

Schön, dass du hier bist.

Mira

Weitere Beiträge entdecken

Kommentare